Neuraltherapie

Wörtlich bedeutet Neuraltherapie, eine "Behandlung über das Nervensystem".

Zum Begründer der Neuraltherapie im heutigen Sinn wurde der Arzt Dr. Ferdinand Huneke. Er und sein Bruder Dr. Walter Huneke hatten schon lange versucht, die schwere Migräne ihrer Schwester zu lindern. Dabei kam ihnen der Zufall zu Hilfe. Ferdinand Huneke heilte 1926 die Migräne seiner Schwester durch Injektion eines Rheumamittels in die Vene. Hinterher stellte er fest, dass es sich dabei um ein Medikament mit dem Zusatz von Novocain handelte, das nur zur Injektion in die Muskulatur bestimmt war.

Dadurch gelangte er zu der Vermutung, dass nicht der antirheumatische Wirkstoff, sondern vor allem das "Novocain die Heilung bewirkt habe. Spätere Versuche bestärkten ihn in dieser Annahme. Im Jahr 1928 gelangte er wieder zufällig zu einer weiteren wichtigen therapeutischen Erfahrung. Durch die versehentliche Injektion eines Procainhaltigen Medikaments neben, anstatt in die Vene erzielte er eine ebenso rasche Wirkung, wie sie nur von der intravenösen Injektion zu erwarten gewesen wäre.

Da es pharmakologisch unvorstellbar ist, eine so schnelle Wirkung durch die versehentliche falsche Injektion zu erzielen, vermutete Huneke, dass ein Nervenreiz die rasche Heilung bewirkt haben musste. Auch diese Theorie bestätigte sich bei seinen weiteren Versuchen mit Procain, die er nun im Sinne der Segmenttherapie über den damals bereits bekannten Headschen Zonen vornahm.

Im Jahr 1940 erlebte Huneke erstmals das Sekundenphänomen bei einer Patientin, die an einer Kapselentzündung des rechten Schultergelenks litt. Durch die Umspritzung einer alten Narbe am linken Unterschenkel mit Procain verschwanden bei der Frau schlagartig die Schulterschmerzen. Dieses Phänomen ließ sich nicht mehr als Segmenttherapie erklären, sondern machte Huneke klar, dass er eine "grundsätzliche Neuerkenntnis" vor sich hatte und einer "bis dahin unbekannten Gesetzmäßigkeit im Bereich des Fokus-(Herd-)geschehens auf der Spur war".

Von nun an setzte er alles daran, um diese Erfahrungen wissenschaftlich abzusichern, Erklärungen dafür zu finden und Therapien zu entwickeln, die unter dem Oberbegriff Neuraltherapie zusammengefasst werden.

Entdeckung der Therapie

Die Arztbrüder Dr. Ferdinand und Dr. Walter Huneke hatten schon lange versucht, die schwere Migräne ihrer Schwester zu lindern. Bis eines Tages im Jahr 1925 Ferdinand Huneke seiner Schwester eine Ampulle Atophanyl in die Vene spritze. Er hatte von der guten Wirkung des Mittels gegen Schmerzen gehört. Noch während der Injektion schwand die Migräne, seine Schwester war im gleichen Moment von der Migräne geheilt.

Ferdinand Huneke konnte es gar nicht fassen, so viel hatten er und sein Bruder schon bei ihrer Schwester probiert. Er diskutierte mit seinem Bruder Walter. Sie fanden heraus, dass es das Mittel in zwei Varianten gab, eine, die für die Injektion in die Vene und eine, die für die Injektion in den Muskel bestimmt war. Das Mittel, das für die Injektion in den Muskel bestimmt war, enthielt als Zusatz Procain, etwa zwanzig Jahre zuvor als erstes Mittel für örtliche Betäubungen überhaupt entwickelt.

Sehr schnell kamen Ferdinand und Walter Huneke auf die Idee, dass es das Procain gewesen sein könnte, welche die sensationelle Heilung bei ihrer Schwester hervorgerufen hat. Bisher hatte man geglaubt, dass die Injektion von Procain in die Vene gefährlich sein könnte.

Die beiden machten weitere Versuche mit der Procainlösung. 1928 veröffentlichten Sie eine Arbeit unter dem Titel "Unbekannte Fernwirkungen der Lokalanästhesie". Es zeigte sich, dass das Medikament nicht über das Blut wirkte, denn die Injektion neben die Vene brachte den gleichen Erfolg.

Sehr schnell war die Idee geboren, dass es sich um eine Wirkung über das Nervensystem handeln könnte. Heute wissen wir, dass auch die Wirkung über ein schnelles Informationssystems des Körpers, die Matrix (Zwischenzellraum), eine entscheidende Rolle für die Wirkung der Neuraltherapie spielt.

Etwa 15 Jahre setzten die Brüder Huneke das Procain - sie verwendeten das von ihnen weiter entwickelte und von der Firma Bayer hergestellte Impletol, das noch einen Coffeinzusatz enthielt - nur in lokaler Form, vorwiegend am Ort der Erkrankung ein. Schon damit waren ungewöhnliche Heilungen zu erzielen.

Durchführung, Reaktionen und Nebenwirkungen

Am Anfang der Behandlung steht die Krankheitsgeschichte, aus der man oft Hinweise auf mögliche Herde gewinnt. Anschließend folgt die gründliche körperliche Untersuchung; neben den üblichen Methoden werden dabei vor allem Veränderungen an der Haut, Narben und Muskelverspannungen beobachtet.

In der Regel beginnt die Neuraltherapie dann mit der örtlichen Injektion in Schmerzgebiete oder Hautsegmente. Wenn dadurch eine fortschreitende Besserung erreicht wird, sind keine anderen Maßnahmen erforderlich. Hilft die Lokal- und Segmenttherapie nicht, werden oft Provokationstests durchgeführt.

Dazu injiziert man verschiedene Wirkstoffe, um eine Reaktion verborgener Störfelder und kranker Organe zu provozieren. Teils führt die Provokation allein zur Heilung, teils muss gezielt am Ort der Missempfindungen behandelt werden. Erst wenn das alles nicht zum Erfolg führt, beginnt die Suche nach Herden, die immer vom Kopf ausgeht.

Außerdem kann man weitere Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozeß verzögern oder sogar ganz verhindern können. Dies sind die sogenannten Störherde, die auf den ersten Blick mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen nichts zu tun haben und von denen der Patient oftmals nichts merkt.

Diese Herde können jedoch so negativ auf den Körper wirken, dass er eher bereit ist zu erkranken. Auch eine schon bestehende Krankheit wird daran "gehindert", auf die üblichen Therapien zu reagieren. Dem Körper gelingt es nicht, die Krankheit zu überwinden.

Solche Herde können zum Beispiel sein: tote oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete Mandeln und alle sonstigen Entzündungen. Außerdem kann jede Narbe zum Störherd werden. Jede Narbe kann - muss aber nicht - stören. Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störherdes ist auf Dauer eine erfolgreiche Heilung nicht möglich.

Theoretische Grundlagen

Bis heute gelang es nicht, die Neuraltherapie hinreichend zu erklären. Es gibt aber einige Theorien dazu, die weiterverfolgt werden müssen, damit man besser versteht, wie Neuraltherapie wirkt. Huneke selbst fasste seine Erkenntnisse in folgenden Grundsätzen zusammen:

Jede chronische Krankheit kann durch ein Störfeld (= Fokus, Krankheitsherd) verursacht werden, das sich an einer anderen Stelle des Körpers befindet und die Krankheit (vermutlich) über das Nervensystem sowie durch Streuung von Krankheitsstoffen hervorruft; der Herd selbst muss keine nennenswerten Beschwerden verursachen.

Jede Körperstelle, die krankhaft verändert ist, kann zum Störfeld werden und krankmachende Reize in andere Körperregionen aussenden; wie stark der Reiz sein und wie lang er andauern muss, um eine andere Krankheit zu verursachen, ist individuell unterschiedlich. Ein Reiz kann zunächst auch nur "schlummern", bis es zu einer weiteren Schädigung kommt, nach der die Krankheit dann ausbricht.

Eine durch ein Störfeld ausgelöste Krankheit kann sich verselbständigen, also unabhängig von dem Fokus fortbestehen und sich verschlimmern; der ursprüngliche Krankheitsherd wird deshalb oft überhaupt nicht bemerkt, verhindert aber die Ausheilung der anderen Erkrankung.

Die Injektion von lmpletol (ein von Huneke entwickeltes Medikament aus Procain und Koffein) in das Störfeld kann, wenn das anatomisch noch möglich ist, den krank machenden Reiz auslöschen und die dadurch bedingte Krankheit heilen. Dabei kann es zum Sekundenphänomen mit schlagartiger Heilung kommen, das aber keineswegs immer eintreten muss (Hier irrte Huneke insofern, als man Störfelder nicht nur durch Procain, sondern auch durch Injektion homöopathischer Mittel, ja sogar durch Kochsalz, Wasser oder Luft auslöschen und Segmente auch durch Massagen und andere Methoden der physikalischen Therapie erfolgreich beeinflussen kann).

Bei den Störfeldern handelt es sich hauptsächlich um chronische, umschriebene Entzündungsherde, die von der Körperabwehr oder durch Therapie nicht geheilt werden konnten. Sie werden dann meist abgekapselt, bleiben örtlich begrenzt und verursachen keine nennenswerten Beschwerden, so dass man sie meist übersieht, wenn man nicht neuraltherapeutisch diagnostiziert und behandelt.

Diese Herde können aber Krankheitserreger und Giftstoffe in den Körper streuen, die in anderen Regionen neue Krankheiten hervorrufen und/oder das vegetative Nervensystem stören, das zahlreiche Körperfunktionen steuert.

Am häufigsten findet man solche Störfelder im Kopfbereich, insbesondere an Zahnwurzeln und Mandeln, teilweise auch in den Nasennebenhöhlen. Außerdem kommen Störfelder häufiger an den weiblichen Unterleibsorganen und in der Prostata (vor allem bei Männern ab der Lebensmitte), in der Gallenblase, im Nierenbecken, manchmal auch an den Herzklappen vor.

Außerdem können Venenentzündungen (meist bei Krampfadern) und alle Narben durch Verletzungen, Operationen oder Impfungen als Störfelder wirken. Die Segmenttherapie, neben der Störfeldbehandlung die zweite wichtige Methode der Neuraltherapie, beruht auf der Tatsache, dass der Mensch entwicklungsgeschichtlich segmental angelegt ist.

Die ursprünglichen Muskelsegmente werden während der weiteren Entwicklung neu angeordnet. Deutlich erhalten bleibt die segmentale Anlage an der Wirbelsäule und den Rippen. Auch die Nerven, die vom Rückenmark abgehen oder zu ihm führen, treten streng segmental aus der Wirbelsäule aus oder in sie ein; an der Körperperipherie lässt sich diese segmentale Anordnung dann wegen der Verästelungen der Nerven nicht mehr genau erkennen.

Jeder Segmentnerv versorgt Muskeln, Eingeweide und Haut. Deshalb können Schmerzen bei Erkrankungen innerer Organe in das entsprechende Hautsegment ausstrahlen, in dem sie unter Umständen deutlicher als am betroffenen Organ empfunden werden; zumindest wird das Hautsegment auf Druck empfindlicher, und in der Muskulatur können schmerzhafte Verspannungen und Verhärtungen auftreten.

Ein typisches Beispiel ist der Schmerz bei Herzkrankheiten, der in den linken Arm ausstrahlen kann. Die Segmenttherapie beruht auf der Vorstellung, dass man die segmentale Anlage therapeutisch nutzen kann. Dazu werden die Hautsegmente durch Injektion von Procain oder durch physikalische Maßnahmen gereizt.

Die Wirkung setzt sich dann aus dem Hautsegment auf dem Nervenweg zum zugehörigen inneren Organ fort. Die Hautsegmente und ihre Beziehungen zu den inneren Organen wurden vor allem von dem Londoner Neurologen Head beschrieben und nach ihm als Headsche Zonen bezeichnet.

Wirkungsweise und Heilanzeigen

Neben dem klassischen, von Huneke entwickelten Impletol mit Procain und Koffein verwendet man heute zur Neuraltherapie auch nur Procain oder verwandte Wirkstoffe, vor allem Lidocain. Da Procain am längsten zur Neuraltherapie verwendet wird, befasste man sich bisher vor allem mit seiner Wirkungsweise.

Man nimmt heute an, dass nicht allein die örtlich schmerzstillende Wirkung von Bedeutung ist. Vielmehr scheint Procain auf die bioelektrischen Vorgänge in der Nervenmembran einzuwirken, deren Störung für die Fernwirkung von Herden auf innere Organe verantwortlich ist.

Versuche ergaben jedenfalls, dass Procain die bioelektrischen Nervenmembranpotentiale wieder stabilisiert und dadurch Störungen in den Regelkreisen des vegetativen Nervensystems beseitigt. Danach wird die Blockade der Heilungsregulation aufgehoben, die chronische Krankheit kann ausheilen.

Da der Ausgleich gestörter Regelkreise im ganzen Körper möglich ist, kann Neuraltherapie vielfältig genutzt werden. Zu den in der Praxis bevorzugten Heilanzeigen gehören:

  • Akute Schmerzen, Entzündungen und Koliken, bei denen meist örtlich oder über die entsprechenden Hautsegmente behandelt wird; dazu gehören zum Beispiel Ischias und andere Nervenschmerzen, schmerzhafte akute Verletzungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Gallen oder Nierenkoliken.
  • Chronische, häufig wiederkehrende oder auf keine Therapie mehr ansprechende Erkrankungen sowie jene Krankheiten, bei denen man keine organische Schädigung feststellen kann; Neuraltherapeuten gehen davon aus, dass bis zu 30% dieser Erkrankungen durch Herde verursacht und nach deren Sanierung geheilt werden können (unter anderem rheumatische Erkrankungen). Es empfiehlt sich in solchen Fällen praktisch immer, nach Herden zu suchen und dann gegebenenfalls eine gezielte Störfeldtherapie durchzuführen.

Ein erfahrener Neuraltherapeut wird oft auch noch bei Krankheiten, die schon jahrelang bestehen, erstaunlich rasch eine Wirkung erzielen. Es gibt aber auch Fälle, in denen die organischen Schäden so weit fortgeschritten sind, dass keine Selbstheilungsregulation mehr möglich ist; die störfeldbedingte Krankheit hat sich dann verselbstständigt.

Auch nach längerer Behandlung mit chemischen Antirheumatika oder Kortikosteroiden sowie nach Röntgenbestrahlungen kann die Neuraltherapie versagen.

Nicht angezeigt oder unwirksam ist Neuraltherapie bei Erbkrankheiten, seelisch-geistigen Störungen, schweren Infektionskrankheiten, Mangelzuständen und narbigen Endzuständen mancher Krankheiten (wie Nierensklerose, Leberzirrhose). Bei Krebs kann Neuraltherapie nicht heilen, eignet sich aber oft gut zur Schmerzlinderung.

Absolute Gegenanzeigen sind bekannte Allergien gegen einen Wirkstoff des Neuraltherapeutikums (oft Procain), gleichzeitige Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten, Blutkrankheiten und Injektionen in die Schilddrüse in den ersten 6 Monaten nach einer Radiojodtherapie.

Phänomene

Dazu stehen dem Therapeuten verschiedene Methoden zur Verfügung, die hier nicht beschrieben werden müssen. Die eindrucksvollste Reaktion auf die Neuraltherapie ist das Huneke Sekundenphänomen, das aber nicht immer (heute eher seltener) eintritt. Dabei verschwinden alle herdbedingten Fernstörungen in der Sekunde, in der das Neuraltherapeutikum injiziert wird.

Die völlige Beschwerdefreiheit hält bei Zahnherden mindestens 8, bei anderen Herden mindestens 20 Stunden an. Wenn die Symptome danach zurückkehren, muss durch erneute Injektion wieder das Sekundenphänomen eintreten und die Wirkung jetzt länger anhalten.

Nach dem Abklingen der sofortigen Besserung kann es vorübergehend zur Verschlimmerung kommen. Vom Sofortphänomen spricht man, wenn nach der Injektion schlagartig Besserung erfolgt, aber die anderen Kriterien des typischen Sekundenphänomens nicht bestehen.

Das deutet oft an, dass man nur in die Nähe eines Herds, aber nicht in ihn selbst gelangte. Tritt eine Reaktion, die dem Sekundenphänomen entspricht, erst nach Stunden ein, spricht man vom verspäteten Phänomen. Es kommt vor allem bei der Behandlung am Brustkorb vor.

Reaktionsphänomene treten bei örtlicher Therapie mit Verschlimmerung der Krankheit auf. Das deutet auf einen noch unerkannten Herd hin. Bei retrograden Phänomenen bewirkt die örtliche Behandlung Schmerzen im ursächlichen Herd, der dadurch erkannt und zusätzlich behandelt werden kann. Außerdem kommt es als Reaktion auf die Neuraltherapie zum Teil noch zur plötzlichen Rötung mit Hitzegefühl im Hals und Kopf als Hinweis auf ein Störfeld.

Auch zwanghaftes Weinen weist auf ein Störfeld hin, oft verbunden mit dem Frühstadium einer Depression. Euphorische Reaktionen kommen manchmal nach Ausschaltung eines Störfelds vor; nach jeder Wiederholung der Injektion werden sie in der Regel geringer. Alle diese Phänomene geben dem Therapeuten Auskunft über die therapeutische Wirkung und zeigen auf, wie die Behandlung fortgesetzt werden soll.

Der Patient muss unbedingt ausführlich über die Reaktionen berichten. Als unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet man gelegentlich bei höherer Dosierung vor allem Schwindel und Taubheitsgefühl auf der Zunge, gewöhnlich erfordert das keinen Abbruch der Neuraltherapie.

Procain kann bei individueller Überempfindlichkeit zu allergischen Reaktionen führen, die einen Abbruch der Therapie mit Procain erfordern; als Alternative wird die Behandlung dann mit Neuraltherapeutika ohne Procain fortgesetzt. Je nachdem, wo die Injektionen erfolgen, können noch verschiedene andere Nebenwirkungen entstehen, zum Beispiel vorübergehend Querschnittlähmung oder Blutungen innerer Organe.

In solchen Fällen wurde die Therapie nicht sachgemäß durchgeführt. Der erfahrene Therapeut kann solche Risiken meist vermeiden. Insgesamt ist die Neuraltherapie trotz der Verwendung chemischer Wirkstoffe ein gut verträgliches Heilverfahren, wenn sie korrekt durchgeführt wird. Sie kann vor allem eine langwierige Behandlung mit anderen Heilmitteln überflüssig machen, die keine Störfelder erfassen, sondern nur Symptome lindern.

Eine Kombination der Neuraltherapie mit anderen Naturheilverfahren ist möglich und zur besseren Wirkung im Einzelfall sinnvoll. Zur Selbsthilfe kommt Neuraltherapie nie in Frage. Abgesehen davon, dass man viele Segmente und Störfelder nicht selbst erreicht, verfügt nur der ausgebildete Therapeut über die notwendigen Fachkenntnisse.

Quellennachweis: Dieser Artikel ist von Gerhard Leibold und ist mit freundlicher Genehmigung nachgedruckt aus der lesenswerten Zeitschrift Reform rundschau- Monatszeitschrift für gesundes Leben März 1995 - 61352 Bad Homburg - Baslerstr. 2